Das erste Känguru war ein totes Känguru

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Es war eine tolle Woche. Ich durfte mir endlich mal ein paar Tage frei nehmen und die Gelegenheit nutzen mir andere Teile von Australien anzuschauen als Melbourne. Die Reise begann am Samstag vor einer Woche mit einem zweitägigen Roadtrip die Südküste entlang. Bei dem einen oder anderen mag es jetzt klingeln, denn das klingt nicht so unbekannt. War es auch nicht - trotzdem war es wieder toll. Ich bin erneut die Great Ocean Road lang gefahren. Einen ähnlichen Ausflug hatte ich bereits letztes Jahr zu Ostern gemacht.

Auf dem Weg zur Küste hat es ab und an mal ein wenig geregnet, was mich zunächst etwas besorgt gemacht hat. Ich hatte eigentlich keine Lust eine verregnete Küste entlangzufahren. Als wir am Meer ankamen, hat es gerade mal aufgehört zu regnen, aber ein Blick die Küste entlang offenbarte, dass noch mehr Regengüsse vor uns lagen. Dennoch war ich nicht unbedingt enttäuscht, denn eine sonnige Küstenlinie mag hübsch aussehen, aber was wir sahen war viel mehr - es war fantastisch: Dunkle Wolken, sonnige Abschnitte, Regenbogen, Nebel, alles in Einem.

Ein wenig Pech hatten wir dann aber doch mit dem Wetter, als wir am frühen Nachmittag nach Apollo Bay kamen, ein kleines Dorf an der Küste, was mich beim letzten Besuch sehr beeindruckt hat durch seine Schönheit und Idylle. Im Regen mit einem Schirm am Strand stehen, war dann aber nicht ganz so toll, wie ich es mir vorgestellt habe. Ein Gutes hatte das schlechte Wetter dann aber doch: ich war mir ziemlich sicher, dass wir noch vor Einbruch der Dunkelheit die Apostel erreichen und nicht in Apollo Bay hängen bleiben. Nach Apollo Bay führt die "Ocean" Road dann ein wenig durch's Inland mit Wald und Wiesen, was dank Sonnenschein dann auch ein sehr angenehmer Anblick war und sogar stellenweise an die Heimat erinnerte.

Das wechselhafte Wetter hatte jedoch noch einen entscheidenden Vorteil: die Ocean Road war fast leer! Keine Opas auf der Straße und ich konnte gelegentlich doch die Sau raus lassen, was mir beim letzten Besuch leider vergönnt war, weil jeder zu Ostern den Trip machen wollte.

Punkt vier Uhr kamen wir dann gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang an den Aposteln an und auch hier war es dank weniger Menschenmassen deutlich angenehmer als letztes Jahr, wo sich die Touristen fast ertreten haben. Und auch wenn ich die Felsen im Meer bereits gesehen hatte, war es trotzdem wieder sehr schön und wegen des Wetters eine andere Atmosphäre. Eine Sache ist mir sofort aufgefallen: es war nicht so windig.

Dann haben wir noch etwas Fantastisches gesehen. Zwischen den Buchten ragen Klippen bis zu 100 Meter ins Meer hinein und die meisten davon sind begehbar. Von dort hat man einen guten Ausblick auf die benachbarten Klippen, wo Wellen gegen den Fels schepperten und bis zu 30 Meter in die Höhe schossen. Das war ein wahrhaft phenomenaler Anblick!

Ein paar Fotos hier und eine Pose in Front der Szenerie dort und wir waren auf dem Weg zum Tagesziel Warrnambool - ein paar Kilometer weiter die Küste entlang. Nach einem leckeren Abendessen im lokalen Restaurant - die Auswahl war beschränkt, da das Städtchen nicht allzu groß ist - machten wir uns auf die Suche nach dem lokalen Pub und stolperten doch tatsächlich über den besten Pub überhaupt: einen Irish Pub mit leckerem Guinness. Da lacht die Schwarze Seele. Doch all zu lange wollten wir dann auch nicht bleiben, da am nächsten Tag erneut ein größerer Trip vor der Tür stand.

Wie der zweite Tag ausging, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Monday, 22. July 2013 / Peter